Forstlicher Wettbewerb für landwirtschaftliche Auszubildende 2018

Station Fällung

Unfallsicherheit ist bei allen Disziplinen ein wichtigen Punkt

Im ehemaligen Pflanzgarten bei Triesdorf fand der Regionalentscheid des forstlichen Wettbewerbs für landwirtschaftliche Auszubildende statt. Die 45 angehenden Landwirte absolvieren ihre Ausbildung auf Ausbildungsbetrieben im Bereich der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach und Uffenheim.

Die Teilnehmer, alle im dritten Lehrjahr, begannen den Wettbewerb mit einem Wissenstest in der Berufsschule in Triesdorf. Dabei mussten unter anderem Bäume anhand ihrer derzeit blattlosen Zweige erkannt werden. Auch wurden Fragen zu den Themen Waldbewirtschaftung und Arbeitssicherheit gestellt.
Amtsleiter Luger begrüßt die TeilnehmerZoombild vorhanden

Amtsleiter Luger begrüßt die Teilnehmer.

Danach ging es in den früheren Pflanzgarten im Staatswald in der Nähe. Dort begrüßte Amtsleiter Luger die Auszubildenden. Dabei wies er auf der Gefahren hin, die vor allem in der Holzernte drohen. Aus den Unfallberichten werde immer wieder deutlich, dass neben mangelhafter Schnittführung auch Selbstüberschätzung und fehlende Baumbeurteilung zu schweren Unfällen führt.
Forstlicher Wettbewerb PlanzungZoombild vorhanden

Hohlspatenpflzung

Anschließend warteten vier Stationen auf sie, an denen sie ihre praktischen forstlichen Fähigkeiten beweisen konnten. Bei der Pflanzung waren die jungen Roteichen unter Beachtung ergonomischer Gesichtspunkte in möglichst geraden Reihen in den Boden zu bringen. Unter den Augen erfahrener Förster hatte jeder Teilnehmer zehn Pflanzen mit dem Hohlspaten zu setzen. Neben der Pflanzqualität wurde auch die Arbeitsleistung bewertet.
Als nächstes ging es an die Stadion „Präzisionsschnitt“. Dabei ist mit der Motorsäge von einem Stamm eine fünf Zentimeter dicke Scheibe abzuschneiden, ohne in das darunterliegende Brett zu schneiden. Dabei ist die Schnittfolge einzuhalten und zügig zu schneiden, denn auch die Zeit wird bewertet. Gemessen wurde die Scheibendicke, die Rechtwinkligkeit, sowie die Stärke eines verbleibenden Spans.
KombinationsschnittZoombild vorhanden

Die Station Kombinationsschnitt

Beim Kombinationsschnitt ging es um exaktes Aufeinandertreffen von zwei Schnitten mit der Motorsäge. Um auch hier die Beherrschung der Motorsäge zu beweisen, wurde auch hier eine möglichst genaue Stärke der Scheibe sowie Schnittwinkel und zügiges Arbeiten gefordert. Wie bei allen Disziplinen mit der Motorsäge wurde auch die Arbeitssicherheit streng bewertet. Helm mit Gesichts- und Gehörschutz waren ebenso zwingend wie Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhe mit Schnittschutz, Arbeitshandschuhe und ein Verbandspäckchen.
Als letzte Disziplin stand das Anlegen eines Fällschnittes an. Bewertet wurden hierbei ein sauberer Fallkerb, die genaue Fällrichtung, ein eben platzierter Fällschnitt, sowie eine akkurate Bruchleiste. Zur Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften zählt hier unter anderem ein Achtungsruf bevor der Baum zu Fall gebracht wird.
Bei den Motorsägendisziplinen wurden unsere Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister durch Technische Aufsichtspersonen der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft als Prüfer unterstützt.
Nach Auswertung aller Ergebnisse standen die Sieger fest. Sieger wurde Tobias Vögtle vor dem zweitplatzierten Tobias Beyser. Die beiden Erstplatzierten vertreten Westmittelfranken beim Landesentscheid. Dieser findet an der Waldbauernschule in Kelheim 18. Juli 2018.