Pflanzenschutzwarndienst für Mittelfranken
Aktuelle Hinweise vom 11. Januar 2021
von Fachzentrum Pflanzenbau Ansbach

Die Warndiensthinweise werden über den Winter nur in größeren Abständen aktualisiert.
Die bisher geplanten Pflanzenbautage 2021 finden allesamt online statt. Näheres zur Anmeldung entnehmen Sie bitte den Hinweisen ihrer örtlichen Pflanzenbauberatung bzw. der Homepage ihres zuständigen AELF.

Das Fachzentrum Pflanzenbau an unserem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach gibt regelmäßig aktuelle Pflanzenschutz- und Anbauhinweise zu wichtigen Kulturen für Mittelfranken.

Grundsätzlicher Hinweis zur Düngeverordnung

Aktuelle Düngeverordnung samt Ausführungsverordnung in Kraft

Beachten Sie die Vorgaben der Düngeverordnung. Die Novellierung wurde im Bundesanzeiger verkündet und ist seit 01. Mai 2020 in Kraft.
Die Düngeverordnung (DüV) verpflichtet die Landesregierungen in § 13 a DüV, in Gebieten mit einer hohen Stickstoffbelastung des Grundwassers (sogenannte „rote Gebiete“) oder einer Eutrophierung von Oberflächengewässern mit Phosphat (sogenannte „gelbe Gebiete“) per Landesverordnung auszuweisen und für diese Gebiete zusätzliche Auflagen bei der Landbewirtschaftung und Düngung zu erlassen. Mit der „Verordnung über besondere Anforderungen an die Düngung und Erleichterungen bei der Düngung (Ausführungsverordnung Düngeverordnung – AVDüV)“ kommt die bayerische Landesregierung ihrer Pflicht nach, eine Gebietskulisse auszuweisen und Maßnahmen festzulegen. Die AVDüV wurde am 22.12.2020 vom bayerischen Ministerrat beschlossen und gilt ab 01.01.2021.
Beachten Sie außerdem die aktuellen Sperrfristen im jeweiligen Landkreis. Auf Grünland und mehrjährigem Feldfutterbau wurden teils unterschiedliche Verschiebungen vorgenommen!
Die detaillierten Hinweise und aktuellen Vorgaben finden Sie im nachfolgenden Link.

Düngung und gesetzliche Grundlagen

Herbizidbehandlungen vom Herbst ausgangs Winter kontrollieren

Prüfen Sie die Bestände ausgangs Winter rechtzeitig auf die Wirksamkeit der Herbstmaßnahmen.

Ungräser und Unkräuter - Beispielhafte Empfehlungen und weitere Hinweise - LfL Externer Link

Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen

Hinweise der LfL zu Krankheiten und Schädlingen in Getreide

Genehmigung für einige bekannte Wirkstoffe nicht erneuert - Prochloraz nicht mehr in Gerste einsetzbar
Die EU-Kommission hat die Genehmigung für die Wirkstoffe Flupyrsulfuron, Propiconazol, Quinoxyfen und Flurtamone nicht erneuert. Im Falle von Flupyrsulfuron hat das BVL bis zu einer endgültigen Entscheidung das Ruhen der Zulassung zum 14.12.2017 angeordnet. Deshalb dürfen die Mittel Absolute M, Ciral, Lexus, Vertix und zugehörige Parallelimporte derzeit nicht mehr angewendet werden. Zum Umgang mit Restmengen muss bis zur endgültigen Entscheidung abgewartet werden.

Im Falle von Flurtamone mussten die Mittel (z. B. Bacara, Bacara forte) im Herbst 2019 aufgebraucht werden. Die Aufbrauchfrist endete nämlich am 27.03.2020. Ein Einsatz in diesem Herbst ist damit nicht mehr möglich.
Mittel mit dem Wirkstoff Fenpropimorph (z.B. Corbel, Opus Top, Diamant, Juwel Top) dürfen 2020 letztmals eingesetzt werden. Auch Mittel mit dem Wirkstoff Triadimenol (z.B. Ceralo, Matador) dürfen 2020 letztmals eingesetzt werden.

Mittel zur Spritzanwendung mit dem Wirkstoff Prochloraz (Ampera, Eleando, Kantik, Mirage 45 EC) dürfen aufgrund einer Absenkung der Rückstandshöchstmenge ab sofort in Gerste nicht mehr eingesetzt werden, die übrigen Zulassungen in weiteren Kulturen bleiben dagegen bestehen. Weiteres ist der BVL-Fachmeldung zu entnehmen.
Die EU-Genehmigung für den Wirkstoff Epoxiconazol endet am 30.04.2020. Für viele bekannte Produkte wie z.B. Adexar, Ceriax, Champion, Eleando, Osiris u.a. gibt es nun eine Abverkaufsfrist bis 30.10.2020 und ein Aufbrauchfrist bis zum 30.10.2021.

Rapsblüte
Winterraps ging gut entwickelt in den Winter
Die Bestände gingen von üppig über gut bis zufriedenstellend entwickelt in den Winter. Hoffen wir auf eine gute Überwinterung.
Befall mit Rapserdfloh und Schwarzem Kohltriebrüssler ausgangs Winter kontrollieren

Die Zahlen der Herbstsaison finden Sie nachfolgend im Link. Teilweise herrschte ein starker Zuflug. Kontrollieren Sie im Frühjahr den Vegetationskegel auf Befall.

Warndienst Erdfloh in Winterraps

Informationen der LfL zum Pflanzenschutz in Raps

Hinweise des BVL zum Zulassungsstand im Raps

Hinweise zum Mais

Falter des Maiszünslers
Ausbringung von Trichogramma-Schlupfwespen wird gefördert
Die wirksamste Bekämpfung des Zünslers geschieht ackerbaulich durch ein möglichst intensives Mulchen/Schlegeln/Quetschen der Stängel. Die Bearbeitungsqualität ist bei trockenen Verhältnissen besser als bei feuchten. Ziel muss sein, dass auf der Bodenoberfläche keine intakten Stängelreste verbleiben, in denen sich der Zünsler verpuppen kann. Wenn möglich, sollte daher anschließend untergepflügt oder tief eingemischt werden.
Verbleibt intaktes Stoppelmaterial an der Oberfläche, ist eine Behandlung im nächsten Jahr sinnvoll, wenn im Herbst zur Ernte jede dritte bis zweite Pflanze befallen war.
Die Ausbringung von Trichogramma-Schlupfwespen wird ab 2021 auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen über das KuLaP gefördert. Erkundigen Sie sich bei ihrem Sachbearbeiter Förderung bzw. im Förderwegweiser zu den weiteren Modalitäten.

Förderwegweiser Bayern Externer Link

Warndienst beendet

Der Warndienst ist beendet.
Warndienst Blattläuse ist beendet

Der Warndienst für Blattläuse in der Pflanzkartoffelerzeugung ist beendet. Die Zahlen aus 2020 finden Sie nachfolgend. Aufgrund des massiven Blattlausfluges müssen in Y-Virus-anfälligen Sorten zwangsläufig schlechte Anerkennungsergebnisse hingenommen werden.

Das Ende bekannter Mittel ist beschlossen

Die Europäische Kommission hat entschieden, die Genehmigungen für Pymetrozin (z.B. im Plenum) und Deiquat (z.B. in Reglone) als Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln nicht zu erneuern. Ein Einsatz dieser Mittel ist 2020 nicht mehr möglich. Das BVL hat die Zulassungen widerrufen und Aufbrauchfristen festgesetzt. Nachfolgend finden Sie die genaue Daten des BVL zum Zulassungsende sowie zur Abverkaufs-und Aufbrauchfrist.
Im Gegesatz dazu durften Mittel mit den Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid, Thiamethoxam (z.B. Actara, Dantop, Monceren G u.a.) schon 2019 nicht mehr aufgebraucht und angewendet werden. Diese Mittel sind ordnungsgemäß zu entsorgen.
Die EU-Zulassung für den Wirkstoff Thiacloprid (z.B. Biscaya) wurde nicht mehr verlängert, sie endet damit am 30.04.2020. Der Zulassungsinhaber hat nun als Abverkaufs- und Aufbrauchfrist den 03.02.2021 veröffentlicht. Brauchen Sie Biscaya also 2020 entsprechend auf, z.B. gegen Kartoffelkäfer. Ein Einsatz ab 2021 ist nicht mehr erlaubt.

Warndienst beendet

SBR-Symptome im RübenkörperZoombild vorhanden

SBR-Symptome im Rübenkörper

Der Warndienst ist beendet.

Die durch eine bestimmte Zikadenart übertragene Krankheit SBR ist erstmals 2019 im Grenzgebiet zu Baden-Württemberg schon sichtbar angekommen. Weder die Zikaden noch die Krankheit selbst können derzeit bekämpft werden. In diesem Jahr waren im westlichen Dienstgebiet bereits zahlreiche Flächen befallen. Ob sich das schon in niedrigeren Zuckergehalten auswirken wird, muss abgewartet werden.
Die vielfach sichtbaren Vergilbungen in Rüben können SBR-bedingt, Virus-bedingt oder schlicht boden- und trockenheitsbedingt gewesen sein. Eine sichere Aussage war nur durch entsprechende Untersuchungen im Labor möglich.
Zeigen sich wie im linken Bild deutliche Verbräunungen des Gefäßbündelringe, ist das meist ein sicheres Anzeichen für Befall mit SBR.

Virusbefall an Zuckerrüben – Ergebnisse aus dem bayernweiten Monitoring 2020 Externer Link

Hinweise der LfL zum Pflanzenschutz in Rüben

Hinweise zu Leguminosen

Der Warndienst ist beendet.
Informationen für Neueinsteiger
Im Rahmen des bundesweiten Projektes Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne (DemoNetErBo) haben Neueinsteiger die Möglichkeit, sich in einen E-Mail-Verteiler aufnehmen zu lassen.
Weitere Informationen dazu finden Sie im nachfolgenden Link.

Eiweiß - Bayerische Eiweißinitiative

Hinweise des BVL zum Zulassungsstand in Leguminosen

Teils starker Befall mit Feldmäusen

Aktive Mauslöcher sollten sofort mit Giftweizen/Giftlinsen belegt werden (3-5 Körner/Linsen pro Loch verdeckt mit Legeflinte ausbringen). Auch das Aufstellen von Sitzstangen (1 bis max. 2 Stück pro ha) ist anzuraten.
Beachten Sie, die neuen Auflagen von Giftweizen bzw. Giftlinsen zum Einsatz in Vogelschutz- und FFH-Gebieten. Einsätze in Naturschutzgebieten sind generell verboten.

Neue Auflagen für fünf Rodentizide Externer Link

Rechtsvorschriften im Pflanzenschutz

Rechtsvorschriften im Pflanzenschutz

Bei den Auflagen den Durchblick behalten
Beachten sie neben den normalen Abstandsauflagen, die meist mit entsprechenden Düsen gelöst werden können, auch die Hangneigungsauflagen (z.B. NW 701, 705, 706 u.a.): Diese erfordern entlang von dauernd oder periodisch wasserführenden Gewässern bei Schlägen mit einer Hangneigung von über 2% einen unbehandelten, geschlossen bewachsenen Randstreifen, der je nach Auflage zwischen 5 und 20 m breit sein muss. Der Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn die Bestellung im Mulchsaat- oder Direktsaatverfahren erfolgt. Allerdings muss bei der Mulchsaat zum Zeitpunkt der Behandlung die Mulchauflage mindestens einen Bodenbedeckungsgrad von 30% aufweisen, um anerkannt zu werden.
Bei den Hangneigungsauflagen spielt die Düse keine Rolle, sie dürfen daher nicht mit den Abdriftauflagen (NW600 bis NW609) verwechselt werden.

Abstandsauflagen sind ein Schwerpunkt im Kontrollplan Pflanzenschutz. Eine Übersicht zu den Abstandsauflagen finden Sie im Merkblatt Pflanzenschutz.
Die Abstandsauflagen sind unabhängig vom jetzt eventuell vorgeschriebenen Gewässerrandstreifen nach dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" einzuhalten. Der Gewässerrandstreifen kann allerdings auf die notwendigen Abstandsflächen je nach Pflanzenschutzmittelauflage angerechnet werden, wenn er die entsprechenden Vorgaben erfüllt.

Pflanzenschutz-Merkblatt Externer Link

Das BVL hat in einer Bekanntmachung festgelegt, dass zu Flächen, auf denen sich regelmäßig Personen aufhalten (also z.B. Wohngebiete, Privatgärten, Freizeitflächen usw.), zu deren Schutz eine grundsätzlicher Abstand von 2 m bei Flächenspritzung und von 5 m bei Raumkulturen einzuhalten ist. Mehr dazu im untenstehenden Link der LfL.
Außerdem ist darauf zu achten, dass der angrenzende Feldrand grundsätzlich nicht getroffen wird. Die äußere Düse muss also einen solchen Abstand zum Feldrand haben, dass dieser durch den Spritzkegel nicht getroffen wird. Kann dies durch die Fahrgassenanlage nicht gewährleistet werden, ist eine entsprechende Randdüse für die erste Fahrgasse im Randbereich zu verwenden.

Mindestabstände bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln - LfL Externer Link

Viele Düsen mit 90% Abdriftminderung anerkannt
Nachfolgend finden sie alle anerkannten abdriftmindernden Düsen bzw. die Universal-Düsentabelle.

Verzeichnis Verlustmindernde Düsen und Geräte und Düsentabelle - LfL Externer Link

Achtung: Wichtige Regelungen zum Anwenderschutz, Spritzen-TÜV, den Aufbrauchfristen, Dokumentation, Entsorgung

Auflagen zum Schutz des Anwenders sind Bestandteil der Zulassung und der Gebrauchsanleitung. Das Nichtbeachten dieser Bestimmungen kann die Zulassung von Mitteln gefährden. Beherzigen Sie daher die Auflagen zum Anwenderschutz. Eine ausführliche Information finden Sie beispielsweise im Versuchsberichtsheft "Intergrierter Pflanzenbau" und in der nachfolgenden Richtlinie des BVL.

Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln - Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Externer Link

Im Juli 2013 ist die neue Pflanzenschutz- Geräteverordnung in Kraft getreten. Demnach müssen künftig Verfügungsberechtigte und Besitzer ihre in Gebrauch befindlichen Pflanzenschutzgeräte in Zeitabständen von sechs Kalenderhalbjahren (bisher vier Kalenderhalbjahre) prüfen lassen, also zukünftig alle drei Jahre statt wie bisher alle zwei Jahre. Mittlerweile sind die Übergangsvorschriften ausgelaufen, so dass sich der aktuelle Prüftermin immer anhand der Plakette ablesen lässt.

Hinweise der LfL zur Gerätetechnik Externer Link

Nutzen Sie die kommende Zeit, um ihre Dokumentation der Pflanzenschutzmaßnahmen zu vervollständigen und ihr Lager auf abgelaufene, nicht mehr einsetzbare Mittel zu überprüfen, um diese ordnungsgemäß zu beseitigen.

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sind bis 14.06.2011 der Name des Anwenders, die behandelte Kultur, der Schadorganismus, die Anwendungsfläche, das Pflanzenschutzmittel, die Aufwandmenge und das Anwendungsdatum aufzuzeichnen. Danach entfällt der Schadorganismus, die übrigen Punkte bleiben.

Dokumentation von Pflanzenschutzmittelanwendungen Externer Link

Für alle Pflanzenschutzmittel, deren Zulassung nach dem 14. Juni 2011 regulär endet und für die kein Anwendungsverbot ausgesprochen wird, gilt folgendes: Nach Ende der Zulassung besteht eine Abverkaufsfrist von 6 Monaten für den Handel. Dies ist neu, da bisher nicht mehr zugelassene Mittel auch nicht mehr verkauft werden durften. Der Anwender hat nach Ende der Zulassung eine Aufbrauchfrist von maximal 18 Monaten. Beispiel: Bei Mittel XY endete die Zulassung am 31.12.2011, der Handel darf noch bis zum 30.06.2012 abverkaufen, der Anwender noch bis 30.06.2013 ausbringen. Mehr dazu im nachfolgenden Link.

Kürzere Aufbrauchfristen für Pflanzenschutzmittel - LfL Externer Link

Produkte, deren Aufbrauchfrist abgelaufen ist, dürfen nicht mehr eingesetzt werden.

Im neuen Pflanzenschutzgesetz vom 14.02.2012 wurde eine Beseitigungspflicht (§15) für bestimmte, nicht mehr einsetzbare Pflanzenschutzmittel eingeführt. Die Vorschrift ist CC-relevant. Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Sie am besten alle Pflanzenschutzmittel, die keine Zulassung und keine Aufbrauchfrist mehr haben, ordnungsgemäß beseitigen, auch wenn nicht jedes dieser Mittel von der Beseitigungspflicht betroffen sein wird. Kontrollieren Sie daher in der noch ruhigeren Zeit ihr Lager und entsorgen Sie die Mittel, die nicht mehr angewandt werden dürfen, über Wertstoffhöfe oder Fachfirmen. Auch manche Landhandelsfirma bietet in unregelmäßigen Abständen Sonderaktionen hierzu an.

Aktueller Hinweis zur Mäusebekämpfung

Mäuselöcher im Grünland

Mäuselöcher im Grünland

Die trockenen Jahre 2019 und 2020 haben regional zu einem starken Anstieg bei der Mäusepopulation geführt. Nur ein nasser Herbst und Winter kann die Population wieder effektiv reduzieren. Ansonsten kann bei beginnendem Befallsaufbau die Belegung der Mäuselöcher mit Giftweizen/Giftlinsen (3-5 Körner/Linsen pro Loch verdeckt mit Legeflinte ausbringen) einen wirksamen Beitrag leisten. Dies ist derzeit die einzige, regulär zugelassene chemische Bekämpfungsmöglichkeit. Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass eine breitwürfige Ausbringung von Giftweizen bzw. -linsen verboten ist und zu Schäden bei Vögeln und anderen Tieren führen kann.
Nutzen Sie aber auch indirekte Maßnahmen wie das Aufstellen von Sitzstangen für Greifvögel (1 bis 2 Sitzstangen pro ha sind ausreichend).
Beachten Sie, die neuen Auflagen von Giftweizen bzw. Giftlinsen zum Einsatz in Vogelschutz- und FFH-Gebieten. Einsätze in Naturschutzgebieten sind generell verboten.

BVL konkretisiert Anwendungsbestimmungen für fünf Rodentizidprodukte Externer Link

Notfallzulassung derzeit nur für Köderlegemaschine erteilt!

Derzeit wird in verschiedenen Medien von einer Notfallzulassung bei Ratron Giftweizen berichtet. Zur Klarstellung wird auf folgendes hingewiesen: Mit der Notfallzulassung erfolgt nur eine Modifizierung der bei der Zulassung festgelegten Anwendungstechnik. Hierbei ist zusätzlich zur bisher zugelassenen Ausbringung des Mittels Ratron Giftweizen mit der Legeflinte (NT664) auch eine verdeckte Ausbringung mittels Köderlegemaschine (z.B. WUMAKI) möglich, sofern der mit der Köderlegemaschine gezogene Gang nach oben geschlossen ist. Die Erweiterung gilt für das Pflanzenschutzmittel Ratron Giftweizen mit dem Wirkstoff Zinkphosphid vom 9. September 2020 bis 6. Januar 2021. Alle übrigen Anwendungsbestimmungen zum Schutz des Naturhaushalts bleiben unverändert (z.B. Verbot in Naturschutzgebieten, Verbot auf Flächen mit Feldhamstervorkommen, u.a.).

Notfallzulassung für das Pflanzenschutzmittel Ratron Giftweizen gegen Feld- und Erdmäuse Externer Link