Gewässer sollen guten ökologischen Zustand erreichen
Demonstrationsbetriebe im Landkreis Ansbach

Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist, bis spätestens 2027 für die Gewässer einen guten ökologischen Zustand erreichen. Die Landwirtschaft ist dabei gefordert, ihren Nährstoffeintrag (besonders Nitrat, Phosphat, Pflanzenschutzmittel) zu reduzieren.

Ein bayernweites Netzwerk von Demonstrationsbetrieben dient als Plattform für den Erfahrungsaustausch. Die rund 100 landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betriebe zeichnen sich durch gewässerschonende Bewirtschaftungsweisen aus. Sie informieren in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten über einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit Gewässern und Grundwasser, Boden, Klima.

Das Angebot richtet sich vor allem an

  • Landwirte,
  • Landwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen,
  • Berater und Auszubildende in der Landwirtschaft,
  • Fachbehörden der Ländlichen Entwicklung, Umwelt- und Wasserwirtschaftsverwaltung,
  • interessierte Besuchergruppen.

Demonstrationsbetrieb Martin Herrmann, Großbreitenbronn

Betriebsspiegel:

  • Geographische Lage: Landkreis Ansbach, Sandsteinkeuper
  • Betriebstyp: Futterbaubetrieb
  • Betriebsflächen: 93 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, davon 55 Hektar Ackerland und 38 Hektar Grünland
  • Tierhaltung: 90 Milchkühe mit weiblicher Nachzucht
  • Fruchtfolge: Getreide - Zwischenfrucht - Mais
  • Relevante Betriebszweige: Milchvieh und Biogas

Maßnahmen zu Gewässer-, Boden- und Klimaschutz:

  • Der Betrieb Herrmann liegt im Sandsteinkeuper. Seit über 20 Jahren sind die Ackerflächen möglichst ganzjährig begrünt. Nach Getreide werden abfrierende Zwischenfrüchte angebaut und der darauffolgende Silomais im Mulchsaatverfahren bestellt.
  • Der Betrieb nimmt an Kulap-Maßnahme "Winterbegrünung mit Zwischenfrüchten", "Emissionsarme Wirtschaftsdüngerausbringung" sowie am VNP-Programm im Wiesmet teil.

Angebote und Veranstaltungshinweise:

  • Felderbegehung Gülledüngung und Mulchsaat in 2017 und 2018

Demonstrationsbetrieb Christian Stadelmann, Leutershausen

Betriebsspiegel:

  • Geographische Lage: Landkreis Ansbach, Sandsteinkeuper
  • Betriebstyp: Futterbaubetrieb
  • Betriebsflächen: 150 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, davon 100 Hektar Ackerland und 50 Hektar Grünland
  • Tierhaltung: 70 Milchkühe mit weiblicher Nachzucht
  • Fruchtfolge: Getreide - Zwischenfrucht - Mais
  • Relevante Betriebszweige: Milchvieh und Biogas

Maßnahmen zu Gewässer-, Boden- und Klimaschutz:

  • Der Betrieb Stadelmann liegt im Sandsteinkeuper. Seit über 10 Jahren sind die Ackerflächen möglichst ganzjährig begrünt. Nach Getreide werden abfrierende Zwischenfrüchte angebaut und der darauffolgende Silomais im Mulchsaatverfahren bestellt.
  • Der im Betrieb anfallende Wirtschaftsdünger wird mit eigener Technik bodennah ausgebracht bzw. direkt eingearbeitet.
  • An Gewässer angrenzenden Flächen hat der Betrieb Gewässerrandstreifen angelegt.

Angebote und Veranstaltungshinweise:

  • Demoanlage Zwischenfruchtmischungen und Gülledüngung im Herbst 2017
  • Felderbegehung Gülledüngung und Mulchsaat in 2018

Demonstrationsbetrieb Friedrich Weberndörfer, Röckingen

Betriebsspiegel:

    • Geographische Lage: Landkreis Ansbach, Schwarzer Jura
    • Betriebstyp: Futterbaubetrieb
    • Betriebsflächen: 158 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, davon 130 Hektar Ackerland und 28 Hektar Grünland
    • Tierhaltung: Bullenmast mit 350 Plätzen
    • Fruchtfolge: Winterweizen - Wintergerste - Zwischenfrucht - Mais
    • Relevante Betriebszweige: Ackerbau und Bullenmast

    Maßnahmen zu Gewässer-, Boden- und Klimaschutz:

    • Der Betrieb Weberndörfer liegt im Schwarzen Jura. Seit über 15 Jahren werden auf allen hängigen Flächen nach Getreide abfrierende Zwischenfrüchte angebaut und der darauffolgende Silomais im Mulchsaatverfahren bestellt. Die im Betrieb anfallenden Wirtschaftsdünger werden mit überbetrieblicher Technik bodennah ausgebracht bzw. direkt eingearbeitet.
    • An Gewässer angrenzenden Flächen hat der Betrieb Gewässerrandstreifen angelegt.

    Angebote und Veranstaltungshinweise:

    • Gülltag im Sommer 2017
    • Felderbegehung Gülledüngung und Mulchsaat in 2018

    Kontakt

    Bei Interesse an einer Betriebsbesichtigung oder einer Feldführung auf einem der Demonstrationsbetriebe wenden Sie sich bitte an:

    Hartmut Schwinghammer
    AELF Ansbach
    Rettistraße 56
    91522 Ansbach
    Telefon: 0981 8908-153
    Fax: 0981/20361-199
    E-Mail: poststelle@aelf-an.bayern.de