Wildlebensraumberatung am AELF Ansbach

Feldhase

© M. Schäf

Die Wildlebensraumberatung an unserem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt das Ziel, typische Strukturen, Tier- und Pflanzenarten in der offenen Kulturlandschaft und in den Übergängen zum Siedlungsbereich zu erhalten und zu verbessern.

Sie ist Ansprechpartner und Berater für Landwirte konventionell und ökologisch wirtschaftender Betriebe, Jäger und Jagdgenossen, Imker, Verbände, Kommunen, Bürger sowie weitere interessierte Akteure. Sie unterstützt diese bei der Gestaltung und Umsetzung von geeigneten Maßnahmen.

Persönlicher Wille und praxisbezogene Beratung wichtig
Entscheidend für den Erfolg der Maßnahmen sind der persönliche Wille aller Beteiligten und eine praxisbezogene Beratung. Durch gemeinsames Handeln von Landwirten und weiteren lokalen Akteuren lassen sich wertvolle Lebensräume entwickeln.

Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm
Ob Blühflächen am Waldrand oder in der Feldflur, Hecken, artenreiches Grünland, Streuobst, Zwischenfruchtanbau in der kargen Jahreszeit - eine Fülle an Maßnahmen fördert die Biodiversität in Bayern. Das Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) bietet finanzielle Unterstützung zur Umsetzung gezielter Maßnahmen.

Meldungen

Zielgerichtete Verbesserung des Wildlebensraums

Die Agrarumweltmaßnahmen eröffnen Wildtieren, aber auch Vögeln und Insekten neue und wertvolle Lebensräume und tragen zur Steigerung der Biodiversität bei. Durch eine gezielte Kombination verschiedener Maßnahmen können Biotope vernetzt werden und die Wirkung für den Wildlebensraum nachhaltig verbessert werden.
Nach wie vor wird die Bereitstellung Ökologischer Vorrangflächen (ÖVF) auf Ackerland über die Greeningprämie, eine Zahlung für dem Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden, honoriert. Die Antragstellung erfolgt mit dem Mehrfachantrag.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit Bejagungsschneisen bis max. 20% der Fläche bei bestimmten Maßnahmen anzulegen. Sie dienen nicht nur den jagdlichen Belangen. Sie können je nach Anlageart bestimmte Tier- und Pflanzenarten des Offenlandes begünstigen.
Wer wissen möchte, was für ein Lebensraum (Nahrungs-, Deckungs-, Fortpflanzungs- oder Überwinterungsraum) sich mit der geplanten Maßnahme schaffen lässt, oder welche Kombinationen mit weiteren Maßnahmen einen besonders hohen Mehrwert für die Biodiversität bringt, kann sich bei der Wildlebensraumberatung am AELF informieren.

Projekte und Veranstaltungen

Raum für Vielfalt - auch auf dem Acker
Ackerwildkraut-Wettbewerb 2022 in Mittelfranken

Ackerwildkräuter sind nicht nur eine farbenfrohe Abwechslung in unserer oft einheitlichen Agrarlandschaft, sondern bieten Lebensraum und Nahrung für eine Vielzahl heimischer Tierarten. Viele Insektenarten sind auf Ackerwildkräuter spezialisiert aber auch unsere Feldbrüter wie zum Beispiel das Rebhuhn profitieren vom Schutz der Ackerwildkräuter. Ihre Bedeutung für das Vorkommen von Nützlingen auf dem Acker findet für die biologische Schädlingsbekämpfung zunehmend Beachtung.

Im Frühjahr 2022 können die mittelfränkischen Landwirte ihre Äcker zum Wettbewerb anmelden. Die Wettbewerbsäcker werden getrennt nach den Kategorien "Ökologischer Landbau" und "konventionelle Landwirtschaft" bewertet. Nach Anmeldeschluss im späten Frühjahr 2022 kartiert ein Pflanzenexperte die angemeldeten Flächen. Die Prämierung der Siegeräcker findet im Spätsommer statt.
Veranstaltet von der LfL zusammen mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege, dem Bund Naturschutz in Bayern und Bioland Bayern.

Projekt chance.natur
Lebensraum mittelfränkisches Altmühltal

Kiebitz

H.-J. Fünfstück/www.5erls-naturfotos.de

Das Naturschutz-Großprojekt "chance.natur – Lebensraum mittelfränkisches Altmühltal" startet 2022 in die Arbeitsphase. Ziele und Maßnahmen sind Erhalt und Verbesserung der Wiesenbrüter-Lebensräume und artenreicher Grünland- und Offenlandbiotope. Außerdem der Erhalt der Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten (Biodiversität) und die Ausweitung der naturverträglichen Wiesennutzung und Weidewirtschaft. 

Projekt Lebensraum Altmühltal Externer Link

Entwicklung nachhaltiger extensiver Landnutzungsformen

Aktuell wird ein Konzept zur Entwicklung nachhaltiger extensiver Landnutzungsformen entwickelt: Dabei geht es um die Initiierung neuer Wertschöpfungsketten mit dem Ziel der wirtschaftlichen Stärkung, Wertschätzung und regionalen Verankerung der extensiven, naturverträglichen Landnutzungen (z.B. Ausweitung extensive Beweidung) und um die Erschließung von attraktiven Vermarktungs- und Wertschöpfungsmöglichkeiten (z.B. Altmühltaler Weiderind, Heumilch). Arbeitsgruppen mit lokalen Landwirtinnen und Landwirten sowie Akteuren aus Verarbeitung und Vermarktung werden gebildet. Wer seine Erfahrungen und Ideen einbringen möchte und mithelfen will, den Charakter des Altmühltals zu erhalten, wird gebeten sich bei der Forschungsgruppe ART zu melden. 

Forschungsgruppe ART Externer Link

Bei Fragen können Sie sich auch gerne an die Wildlebensraumberatung am AELF wenden.

Ansprechperson

Brigitte Geiß
AELF Ansbach
Mariusstraße 26
91522 Ansbach
Telefon: 0981 8908-1140
Fax: 0981 8908-1026
E-Mail: poststelle@aelf-an.bayern.de

Zusammenarbeit mit Wildlebensraumberatung
Filmprojekt FrankenSein in der Gemeinde Röckingen

Zwei Männer und zwei Frauen stehen am Feldrand

© Sebastian Frost

Das AELF Ansbach arbeitete im Sommer 2021 mit Studierenden des Masterstudiengangs Multimediale Information und Kommunikation (MIK) der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach für einen Kurzfilm für das Onlineportal frankensein.de zusammen. Dabei ist unter dem Titel "Projekt Lebensräume – Biodiversität in Röckingen" ein Textbeitrag mit Kurzfilm entstanden.
Die Gemeinde Röckingen wertet seit vielen Jahren ihr Gemeindegebiet am Fuße des Hesselbergs im Sinne der Biodiversität und Artenvielfalt auf. Schon 2016 wurde unter Begleitung der örtlichen Fachbehörden und -verbänden das Projekt Lebensräume initiiert. Dabei wurde Röckingen auch zum Modellgebiet der Wildlebensraumberatung in Mittelfranken und ist seitdem Vorbild für die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen für die biologische Vielfalt in der Kulturlandschaft.

Textbeitrag mit Kurzfilm - frankensein.de/projekt-lebensraeume/ Externer Link

Drei Männer im Gespräch vor einem Haus

© Brigitte Geiß

Zwei Männer am Feldrand beobachten fliegende Drohne

© Brigitte Geiß

Biotopvernetzung durch mehrjähringen Blühstreifen in Röckingen

© Brigitte Geiß

Kurzfilm

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