Schüler erleben Bauernhof hautnah, dürfen anpacken und ausprobieren
Pilotprojekt: Landwirtschaft erleben im Real Labor

Schüler füttern Kühe im StallZoombild vorhanden

© Annja Herrmann (AELF FU)

Wie entsteht eigentlich Milch? Wie wird Mais angebaut? Und was hat Mais mit einer Kuh zu tun?

Antworten auf diese Fragen finden die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse der Mittelschule Neuendettelsau nicht im Klassenzimmer – sondern direkt auf dem Bauernhof. Im Rahmen unseres Pilotprojektes „Landwirtschaft erleben im Real Labor“ besucht die Klasse 2026 mit ihrem Klassenlehrer Herrn Palmer-Fischer insgesamt fünfmal den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Schotterer in Bruckberg.

Eine Gruppe Menschen schaut in die Kamera und hält ein Kuhmodell ins BildZoombild vorhanden

© Annja Herrmann (AELF FU)

Ziel ist es, den Prozess des Maisanbaus aktiv mitzuerleben sowie die Zusammenhänge zwischen Mais und Milch zu erleben und zu verstehen. „Ich bin total begeistert von dem Projekt und wie meine Schülerinnen und Schüler mitmachen. Solche praxisnahen Projekte sollte es öfter geben – auch in anderen Bereichen“, so der Klassenlehrer Herr Palmer-Fischer.
Jugendliche auf einem AckerZoombild vorhanden

© Annja Herrmann (AELF FU)

Drei spannende Besuche haben bereits stattgefunden.
Beim ersten Kennenlernen erkundeten die Jugendlichen den Hof, die Kühe und den Acker. Seit Beginn des Projektes gehört außerdem ein Klassenkalb zur 7. Klasse – ein echtes Highlight. Beim zweiten Termin stand der Maisanbau im Mittelpunkt: die Schülerinnen und Schüler säten Mais auf dem Acker mit eigener Hand, durften zusätzlich ihre eigene Maispflanze mit nach Hause nehmen und die Maissämaschine und den Traktor aus nächster Nähe entdecken.
Personen halten Tetra Paks in HändenZoombild vorhanden

© Annja Herrmann (AELF FU)

Woher kommt die Milch aus der Flasche?
Beim dritten Besuch drehte sich alles um das Thema Milch. Anhand einer Holz-Kuh wurde der Magen-Darm-Trakt der Wiederkäuer veranschaulicht. Auch der Besuch der automatischen Melkstation beeindruckte die Jugendlichen. Die Kühe entscheiden dabei selbst, wann und wie oft sie gemolken werden. „Bei Kühen ist es manchmal wie beim Menschen: Es gibt Kühe, die kommen immer zu zweit. Da muss also die Freundin immer mit“, erklärte Frau Schotterer mit einem Augenzwinkern. Danach durften die Jugendlichen ihr Melk-Talent anhand eines Gummieuters unter Beweis stellen. Die Jugendlichen gingen zusammen mit Frau Schotterer der Frage auf den Grund woher die Milch stammt, die man im Supermarkt kaufen kann und woran man das erkennt.

Zudem standen Milch-Experimente, das Butterschütteln sowie ein Blick auf das Wachstum des selbst angebauten Maises auf dem Programm. Begleitet wurde der Tag von der Bruckberger Bürgermeisterin Ursula Weiß sowie Herrn Christoph Naser von der Molkerei Gropper.

Während einer Pause mit leckeren Milchshakes und Joghurts der Molkerei informierte zunächst Frau Weiß über den Ort Bruckberg, bevor Herr Naser Wissenswertes über die Molkerei erzählte. Die Schülerinnen und Schüler hörten gespannt zu und sogleich wurde auch nach einem Praktikumsplatz in der Molkerei gefragt. Das ist ebenfalls ein großes Ziel: Die Schülerinnen und Schüler sollen Berufsfelder, gerade auch die landwirtschaftlichen Berufe, kennenlernen und Interesse daran entwickeln.

Nach den Sommerferien geht das Projekt weiter.

Dann erleben die Schülerinnen und Schüler die Maisernte und erhalten Einblicke in eine Biogasanlage. Den Abschluss des Projektes bildet eine Präsentation in der Schule, bei der die Klasse ihre Erlebnisse und Erkenntnisse vorstellt. Schon jetzt zeigt sich: Das Real Labor verbindet Theorie und Praxis auf besondere Weise und die Schülerinnen und Schüler sind mit großem Interesse und viel Engagement dabei, die Landwirtschaft hautnah kennenzulernen.